Maelzer besucht Schule am Teutoburger Wald

Zwölf Bullis bringen die Kinder zur Förderschule

Zwölf Bullis stehen in Reihe und Glied auf dem Schulhof. Sie bringen 145 der 160 Kinder zur Schule am Teutoburger Wald. Sie haben teilweise weite Wege hinter sich, kommen aus Lügde oder Augustdorf. Um Punkt 8.15 Uhr öffnen sie die Türen und die Schülerinnen und Schüler strömen ins Gebäude. Struktur ist wichtig an der Förderschule. Um sich ein Bild vom Alltag zu machen, besuchten der Detmolder Landtagsabgeordnete Dr. Dennis Maelzer und der Kreistagsabgeordnete Ralf Leßmann (beide SPD) die Schule am Schulzentrum in Horn.

„Die Schule leistet jeden Tag hoch professionelle Arbeit“, sagt Maelzer. „Gerade an einer Förderschule braucht es Verlässlichkeit. Da geht es nicht nur um Unterricht, sondern darum zu begleiten, betreuen und ansprechbar zu sein.“

Empfangen wurden Maelzer und Leßmann von Schulleiter Torgard Engmann und der stellvertretenden Schulleiterin Frau Sarah Schwarze. Nach Angaben der Schule arbeiten dort 49 Lehrkräfte sowie rund 30 Schulbegleiterinnen und -Begleiter. Vor seinem Besuch hatte Maelzer die Stellenbesetzung an den lippischen Förderschulen bei der Landesregierung abgefragt. Nur drei von elf Förderschulen in Lippe sind ausreichend besetzt. Die Schule am Teutoburger Wald gehört nicht dazu. Dass ab kommenden Schuljahr weitere Förderschulen in Ostwestfalen-Lippe ans Netz gehen, wirkt sich auch auf das Ganztagsangebot aller Förderschulen im Regierungsbezirk aus. Ab dem kommenden Schuljahr betreut die Schule ihre Schützlinge mehr als eine Stunde weniger als bisher.

„Weil es an Fachpersonal fehlt, legt die Bezirksregierung Detmold für die Förderschulen fest, dass sie ab dem nächsten Schuljahr nur noch bis 14 Uhr betreuen“, sagt Maelzer. „Dass ausgerechnet zum Start des Rechtsanspruches für Erstklässler auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen, die Förderschulen ihr Ganztagsangebot zurückfahren müssen, ist für viele Familien eine zusätzliche Belastung. Da stellt sich mir die Frage: Gilt der Rechtsanspruch für Inklusionskinder nicht? Hier werde ich bei der Landesregierung nachfassen.“

Für den SPD-Politiker ist aber klar: Die Stellensituation an Förderschulen wird angespannt bleiben. Denn Lehrkräfte zu gewinnen gestaltet sich schwierig, da in der Nähe keine Studienplätze für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung angeboten werden: „Wenn die nächsten Studienorte Köln, Dortmund und Hannover sind, wird es schwer, Nachwuchskräfte in die Region zu locken. Eine Ansiedlung von Studienplätzen im Osten Nordrhein-Westfalens könnte dagegen langfristig helfen“, so Maelzer.

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