Luxusbau am Eggestadion? – SPD spricht sich gegen überzogene Pläne aus

Die Diskussion um den geplanten Neubau des Sporthauses am Eggestadion nimmt Fahrt auf – und die SPD-Fraktion macht deutlich: Ein Luxusprojekt wird es mit ihr nicht geben.

In der Dezember-Sitzung des Stadtrats wurde der Förderantrag für den Neubau zwar auf den Weg gebracht, doch die SPD verweigerte ihre Zustimmung. Der Grund ist klar: Die Prioritäten der Stadt liegen aus Sicht der Sozialdemokraten woanders. Der aktuelle Sportentwicklungsplan spricht eine eindeutige Sprache – eine neue Sporthalle im Schulzentrum ist notwendig, nicht ein überdimensioniertes Sporthaus für den Fußball.

Trotz knapper Kassen ist nun ein Projektvolumen von rund 2,5 Millionen Euro im Gespräch. Selbst mit einer möglichen 45-Prozent-Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ hält die SPD diese Summe für völlig überzogen. „Das ist nicht vermittelbar“, so der Tenor der Fraktion. Schließlich bedarf es dringend auch noch einer Lösung für das Schwimmen in unserer Stadt.

In der jüngsten Sitzung des Sportausschusses wurde die Kritik offenbar ernst genommen: Der geplante Aufenthaltsraum wurde gestrichen, ebenso die umlaufenden Pflasterflächen zur späteren Tribünenbefestigung. Zudem soll nach dem Abriss des alten Gebäudes geprüft werden, ob die bestehende Bodenplatte weiter genutzt werden kann. Ein Schritt in die richtige Richtung – aber längst nicht genug.

Die SPD fordert nun vom Bürgermeister ein klares „Preisschild“ für die abgespeckte Variante. Ohne transparente Kosten kein grünes Licht von Seiten der Sozialdemokraten. Das ist nicht nur für die politische Entscheidungsfindung entscheidend, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Sportvereine, die wissen möchten, worauf sie sich einstellen können.

Unmissverständlich betont die SPD: Die Fußballerinnen und Fußballer verdienen ein besseres Sporthaus. Aber ein funktionaler, sinnvoll dimensionierter Neubau ist möglich, ohne dabei Maß und Mitte zu verlieren. Die Fraktion kündigt an, die weiteren Beratungen kritisch zu begleiten.

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