Kategorie: Ratsfraktion

Anzeigenblättchen mosert gegen Horn-Bad Meinberg


Anzeigenblatt sieht schwarz und schneidet SPD

Sicher ist Ihnen auch aufgefallen, dass in der Weihnachtsausgabe eines Horn-Bad Meinberger Anzeigenblattes nur die CDU zu Worte kommt. Andere Parteien dürfen Anzeigen schalten, aber werden im Übrigen ignoriert. So wird in einem ganzseitigen Interview dem Stadtverbandsvorsitzenden der CDU Gelegenheit gegeben, sich als besserer Bürgermeister zu profilieren. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit nichts Neuem, sondern einer ein Jahr alten Nachricht über die Union.

Und  die SPD? Ja, die ist nur unterschwellig mit Negativschlagzeilen präsent. Die neue Position der SPD zum Thema Nationalpark, für das das Blättchen ansonsten viel Raum vorhält, wird nicht gebracht. Da werden dann eher olle Kamellen, wie den Umweltpreis oder der Zick-Zack-Kurs des Landesverbandes verbreitet.

Jahrelanges Schlechtreden schadet

So gibt es unzweifelhaft hinlänglich bekannte Missstände, wie beispielsweise der Wegfall von Arbeitsplätzen im Stadtgebiet oder die kritische Situation des Einzelhandels in den Stadtkernen. Als Sozialdemokraten haben wir Lösungen in der Entwicklung des Industrieparks erarbeitet und werden ein Konzept für die Mittelstraße in Horn präsentieren, wenn die Zeit dafür gekommen ist (Stichwort: Kotzenberger Hof). Und wir wissen auch: unsere Stadt ist mit diesen Problemen leider nicht alleine. Der gesamte ländliche Raum der Region ist davon betroffen. Auch andernorts hat noch niemand ein Patentrezept zur Lösung der Erosion.
  
Der Herausgeber des Blättchens versucht seit Jahren gebetsmühlenartig die Öffnung der Mittelstraße als Allheilmittel für alle Probleme des Einzelhandels zu verkaufen. Und den Industriepark scheint er auch schon aufgegeben zu haben: ausgiebig beschäftigt er sich mit wirren Vorstellungen für das Areal in Belle.

    Seniorenbeirat als Kronzeuge

In einer offenbar redaktionell gesetzten Überschrift zur Leistungsbilanz des Senioren- und Behindertenbeirates schließlich muss der Leser erfahren, dass es auch hier „negativ“ zugeht. Richtig ist vielmehr: die Politik hat in den letzten Jahrzehnten noch nie soviel Geld für Barrierefreiheit bereit gestellt, wie in den letzten drei Jahren! Dass noch Wünsche offen bleiben und noch abgearbeitet werden müssen, als negativ darzustellen, ist pure Stimmungsmache! Was übrigens auch für den Treppenlift im Rathaus gilt. In einer älter werdenden Gesellschaft müssen alle Menschen mit Gehbehinderungen die wichtigen Einrichtungen erreichen können, nicht nur die mit Rollstühlen. Der Treppenlift ist eine richtige, zeitgemäße und zukunftsweisende Investition, die auch häufiger genutzt wird, wie der Bürgermeister zwischenzeitlich einräumt.

   Sogar Vorwürfe gegen Großinvestor

Schließlich bekommt auch der Landesverband Lippe als Träger des Staatsbades  sein Fett ab, indem ihm unterstellt wird, er sitze die Probleme in Bad Meinberg aus. Dem Herausgeber ist sehr wohl bekannt, dass der Landesverband Lippe der größte Investor und weiterhin (noch) wohl gesonnener Partner der Stadt ist. So mit Partnern umzugehen, ist fahrlässig und unverantwortlich!

Auch der Herausgeber eines Anzeigenblattes hat eine Verantwortung. Durch permanentes Schlechtreden mit einer Auflage von 16.000 Stück schadet er den gemeinsamen Interessen. Solange dieses Verständnis fehlt, trägt er zu einer Abwärtsbewegung bei. Gelegentlich hilft es, wenn man sich die Kaufmannsweisheit in Erinnerung ruft: Nur wer von dem Produkt selbst begeistert ist, kann es auch verkaufen. Unsere Produkte heißen „Einkaufsstandort, Industriepark, Lebensqualität in Horn-Bad Meinberg.“


 
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